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Internationale
Tagungen und Konferenzen
In diesen Verzeichnis finden Sie die Redner, Fotos und Zusammenfassungen zu der seit 1995 alljährlich stattfindenden »In Poseidons Reich« Tagungsreihe. Binnen weniger Jahre ist »In Poseidons Reich« zu einer international bekannten und gut besuchten Tagung gereift. Der Schlüssel zum Erfolg sind unsere Kooperationspartner, mit deren Hilfe wir in der Lage sind Veranstaltungen zu aktuellen Themen in der Unterwasserarchäologie zu organisieren. Mitunter werden auch Themen ausgewählt, die nicht primär dem Bereich der Unterwasserarchäologie entstammen, wie zum Beispiel unsere elften Tagung zur Transportkeramik. Anknüpfungspunkte wie diese bilden wichtige Foren des Austausches zwischen Land- und Unterwasserarchäologen und anderen Wissenschaftlern.

In Poseidons Reich XXXII
Die Fahrten von Kogge und Co
03. - 09. Mai 2027 in Bremen / Bremerhaven

Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie
IN POSEIDONS REICH XXXII
Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Senats der Freien Hansestadt Bremen
veranstaltet in enger Kooperation mit
Universität Bremen
Deutsches Schifffahrtsmuseum
Landesarchäologie Bremen
Einladung zur Einreichung von Beiträgen
Der Schiffstyp Kogge war die Grundlage des großen Handelserfolges der Hansevereinigung im Mittelalter. Die Konstruktionselemente der Koggen zeichnen sich gegenüber ihren Vorgängertypen durch einen bauchigen, hochbordigen Schiffskörper aus und wurden vom 12. bis ins 16. Jh. mit durchlaufendem Deck und einem Bug- und Heckkastell ständig weiterentwickelt. Dadurch konnten die Lastensegler auch beim Einsatz unter Bewaffnung als "Kriegsschiffe" bei der Bekämpfung von Piraten und in Seegefechten mit Gegnern innerhalb und außerhalb der Hanse Dienst tun.
Die bekannten Handelsrouten der Bremer Hansekaufleute waren die Gewässer der Nordsee und des Nordatlantiks. Die angesteuerten Handelsplätze und Faktoreien reichten von Island und Bergen im Norden bis nach London und Brügge im Süden. Bremer Bier und Handwerksprodukte wurden gegen Stockfisch, Wein und Tuch gehandelt.
Die Entdeckung der hölzernen Reste eines Schiffswracks in der Weser 1962 stellte eine Sternstunde der deutschen Unterwasserarchäologie dar. Als Folge seiner Bergung, wissenschaftlichen Bearbeitung und Konservierung wurde das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven gegründet. Dendrologische Untersuchungen der Hölzer ergaben eine Bauzeit der Kogge um 1380. Bei archäologischen Notgrabungen der Grabungsfirma ArchaeoFirm in Zusammenarbeit mit der Landesarchäologie Bremen wurden 2022 in einer Baugrube am Teerhof über 100 Kalfaterklammern gefunden. Mit diesen "Sinteln" wurden die Kalfaterleisten über den Außenplanken befestigt, wie sie auch an der Bremmer Kogge verbaut vorgefunden wurden. Ergänzend zu diesen "Sinteln" wurden an der Teerhofbaustelle auch Holzreste in Pfostenlöchern vorgefunden, geeignet für Baugerüste einer Helge.
Diese Befunde zusammen lassen darauf schließen, dass sich am Teerhof im Mittelalter eine Werft befand, auf der die Bremer Kogge sich im Bau befand, als sie 1380 bei einem Hochwasser in die Weser gespült wurde. Der Bremer Teerhof ist damit der bislang einzige archäologisch nachgewiesene Bauplatz einer Kogge.
Die Konferenz IPR XXXII will einem internationalen Publikum ein Podium zur Präsentation und Diskussion neuer Ergebnisse auf dem Gebiet der Unterwasserarchäologie, des mittelalterlichen Schiffsbaus und von Werft- und Hafenlagen der Hansezeit bieten.
Kein Veranstaltungsort wäre hierfür geeigneter als die Freie Hansestadt Bremen und Bremerhaven!
Der Vortragsteil der Konferenz wird ergänzt durch Exkursionen im Stadtgebiet der Freien Hansestadt Bremen und Umgebung zu archäologischen Fundstellen und baulichen Repräsentanten der Stadtentwicklung, die den wirtschaftlichen Erfolg der Freien Hansestadt reflektieren. Hier soll die Wichtigkeit der Bewahrung des Kulturerbes im Boden und unter Wasser betont werden. Fragestellungen zur Bremer Kogge, zum mittelalterlichen Schiffsbau, zu Aspekten des internationalen Handels der Hanse und zu modernen Konservierungstechniken werden an Nachbauten in Bremen und am Original im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven adressiert.
Bei einem geführten Stadtrundgang sollen den Teilnehmern auch Einblicke in die moderne Logistikstadt Bremen gewährt werde.
Wie bei allen IPR-Konferenzen sind neben dem Hauptthema auch Beiträge aus allen Bereichen der Unterwasserarchäologie und des Unterwasserkulturerbes willkommen.
Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Vorschläge für Vorträge oder Poster mit Titel und einer Zusammenfassung von bis zu 250 Wörtern (sowie zwei Abbildungen) bis spätestens 30. September 2026 an folgende E-Mail-Adresse zu senden: ipr@deguwa.org
Alle Beiträge werden in SKYLLIS - Zeitschrift für maritime und limnische Archäologie und Kulturgeschichte veröffentlicht. Erläuterungen zum wissenschaftlichen Programm sowie dem umfangreichen Rahmenprogramm, den Veranstaltungsorten, Unterkunftsmöglichkeiten usw. werden im November 2026 bekannt gegeben.
Das Organisationskomitee:
Dieter Bischop
Ralph Kunz
Lisanne Rinke
Ruth Schilling
Tassilo Schmitt
Peter Winterstein, Koordination
Kontakt

Kulturelles und wissenschaftliches Rahmenprogramm
Das kulturelle und wissenschaftiche Rahmenprogramm ist in Bearbeitung und wird im November bekanntgegeben

I n P o s e i d o n s R e i c h Rückblicke
Rückblick auf unsere Tagung
IN POSEIDONS REICH XXXI
in Batumi, Georgien 2026

Fotos und Rückblick sind in Bearbeitung
Rückblick auf unsere Tagung
In Poseidons Reich XXX
in Würzburg 2025



Spendenaufruf des
Martin von Wagner Museums
Das Martin von Wagner Museum verfügt neben eigenen Exponaten über eine Sammlung von großzügigen Leihgaben privater Sammler und Sammlerinnen in Form von Dauerleihgaben.
Nun hat ein Erbe einer dieser Sammlungen um Rückgabe zur Veräußerung gebeten, dies aber immerhin mit einem Vorkaufsrecht des Martin von Wagner Museums.
Es handelt sich dabei überwiegend um antike Kunstwerke exquisiter Qualität, teilweise mit einmaligem historischem Wert wie z.B. einer Amphora mit frühester Darstellung einer 7-saitigen Laier.
Von der "schwangeren" Puppe, einer späthellenistischen Terrakottafigur mit
beweglichen Armen und Bauchklappe, hinter der die Nachbildung eines
Embryo verborgen werden kann, ist außer diesem Exemplar nur ein weiteres
weltweit bekannt.

Die DEGUWA beteiligt sich mit dem Erlös aus den Einnahmen des NAS-Spezialkurses

Tagungsarchiv

P u b l i k a t i o n e n

In der neuen Ausgabe unserer Fachzeitschrift SKYLLIS ist ein Beitrag von Ansgar Bovet, basierend auf seinem Vortrag auf einem Meeting zum Thema Kulturerbe unter Wasser, das die UNESCO in Kooperation mit dem spanischen Kulturministerium im Juni 2024 in Madrid durchführte.
"It's a long way to ratifying!" (S. 4 - 6).Die DEGWUA, einzige deutsche NGO zu diesem Thema, war zu dem Treffen
eingeladen worden, um international Teilnehmenden die eigene Sicht
darzulegen, warum Deutschland auch nach 15 Jahren die UNESCO-Konvention
zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser noch nicht unterzeichnet
hat, obgleich es das stets beabsichtigt.

Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe:
Vorwort
Ansgar Bovet, It's a long way to ratifying! Speech given at the UNESCO Convention of the Protection of Underwater Cultural Heritage Regional Meeting Group I, Madrid, 20th/21th June 2024
Deborah Cvikel – Maayan Cohen, The Ma'agan Mikhael B Shipwreck, Israel. Summary of the Excavations
Volker Demuth, NOTHAW. Ein hansischer Hafen bei
Avaldsnes an einer maritimen Schlüsselstelle der norwegischen Westküste.
Archäologische Funde als Quelle zum hansischen Norwegenhandel
Boris Dunsch, Nautische Fachliteratur in der Antike
Zaraza Friedman, The Ship Graffito on a Brick from Novgorod
Luisa Goldammer – Philip von Tresckow – Martin
Goldammer, Bericht über das Projekt "Bodelschwingh-Boot" vom
14.01.–22.01.23 in Ruanda
Eva Grossmann, Maritime Law and Contracts in the Middle Ages
Ph.
Grassel – F. Jürgens – M. Berger – D. Brandt – J. Enzmann – D. Heuskin –
L. Meyer, Autonomous Remote Detection of Submarine Archaeological Sites
in the Kiel Bight / Baltic Sea using AUV and ROV: A field report
Florian
Huber, Underwater Archaeological Investigations of First World War
Shipwrecks around the Island of Heligoland in the German North Sea
Elhanan Itzhack – Deborah Cvikel – Yoav Me-Bar, Engineering Aspects of Using the Ram in Warships During Antiquity (800 – 30 BC) in the Eastern Mediterranean
Vasiliki
Ivrou – Areti Chalkioti, The Role of Small Islands in the Maritime
Landscape of the Northern and Central Aegean During the Middle Ages
Jeroen Oosterbaan , Identifying Content through Casks
Rafail Papadopoulos, Ironwork, Trade Networks and Maritime Iron Equipment in Hanseatic Germany A Preliminary Study
Marko Richter, Das Konzept des "Schiffstyps" in der vorindustriellen Zeit als Problem für die Archäologie
Ivar Treffner, New Data from the Nargen Wreck – a 16th Century Merchant Vessel in Tallinn Bay
Shelley Wachsmann, On Anchor Stratigraphy in Tantura Lagoon, Israel
Sieghard Wagener, Naval Battles of the 5th to 3rd Centuries BC. Effects of ramming from an engineering perspective
Das Bücherbrett:
Christoph Börker: Rezension zu: Boris Dreyer (Hrsg), Die
Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.). Ein Römerboot auf dem Prüfstand
– Bau und Test für Wissenschaft und Öffentlichkeit (Darmstadt 2022)

































