SKYLLIS 1999-2
SKYLLIS
Zeitschrift für Unterwasserarchäologie
2. Jahrgang 1999, Heft 2 (August 2000)
Titelbild: Batavia-Werft. Vorn der Bau der Zeven Provincien, im Hintergrund die Rekonstruktion der Batavia.
Orgeldinger
Gäste in Haithabu
Das Wikinger-Museum und die DEGUWA-Tagung »In Poseidons Reich 5« - Eindrücke eines Zaungastes
von Mathias Orgeldinger
Lehmann
Der »Mosaik«-Boden gallorömischer Prähme
Überlegungen zur Verwendung unregelmäßig zugeschnittener Planken beim Schiffbau
von Louis Th. Lehmann
Bockius
Eiserne Stockanker
Zu ihrer Entwicklung vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis ins Mittelalter - Zusammenfassung
von Ronald Bockius
Weski
Fiktion oder Realität?
Anmerkungen zum archäologischen Nachweis spätmittelalterlicher Schiffsbezeichnungen
von Timm Weski

Zusammenfassung

Bisher war es üblich, spätmittelalterliche Schiffswracks mit historisch überlieferten Bezeichnungen wie Kogge oder Holk in Verbindung zu bringen. Besonders das Bremer Wrack von 1380 wurde als Prototyp für die Kogge angesehen. Ein Vergleich zwischen Koggen- und Holkdarstellungen mit Schiffsfunden ergibt jedoch ein sehr widersprüchliches Bild. Daher erscheint es sinnvoller zu sein, bei der Ansprache von Schiffsfunden auf historische Bezeichnungen zu verzichten und, wie in der archäologischen Forschung sonst auch üblich, Wracks anhand ihrer Merkmale zu charakterisieren und mit neuen Bezeichnungen zu versehen.
Englert
Haderslev-Møllestrømmen
Beobachtungen zu einem hochmittelalterlichen Schiffsfund in Hadersleben, Dänemark - Zusammenfassung
von Anton Englert
Schneeweiß
Drei Einbäume aus dem Märkischen Museum zu Berlin
von Jens Schneeweiß

Zusammenfassung

Das Märkische Museum zu Berlin besaß vor dem ersten Weltkrieg eine bedeutende Sammlung von Fischereigeräten. Heute sind noch drei von einst 13 Stammbooten vorhanden. Sie wurden fachgerecht dokumentiert, wieder identifiziert und naturwissenschaftlich ins ausgehende 16. Jahrhundert bzw. ins Mittelneolithikum datiert.
Cederlund
Unterwasserarchäologie und Sporttauchen in Schweden
von Carl Olof Cederlund

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt die Entwicklung des Sporttauchens in Schweden seit seinem Beginn und versucht besonders, die Anzahl der Sporttaucher und das Ausmaß ihres Tauchens abzuschätzen. Darauf folgend wird das Verhältnis zwischen den Interessen des Sporttauchens, wie sie sich heute herausgebildet haben, und den marinearchäologischen Interessen in der schwedischen Gesellschaft diskutiert. Abschließend werden die Bedingungen definiert, unter denen die Erhaltung versunkener kultureller Ressourcen funktioniert, und der Einfluß beschrieben, den das Sporttauchen auf diese Ressourcen heute hat. Es werden Vorschläge gemacht hinsichtlich der Möglichkeiten, eine gemeinsame Basis für die Kooperation zwischen den Sporttauchern und den Pflegern der marinearchäologischen Hinterlassenschaften unter Wasser zu finden.
Hornig
Pflanzentransporte zu Wasser im antiken Mittelmeerraum
Meinen Eltern in Dankbarkeit
von Karin Hornig

Zusammenfassung

Der Beitrag versteht sich als Einführung in das Thema der Pflanzentransporte und ihrer Auswirkungen. Behandelt wird vor allem der mit Hilfe von Wasserfahrzeugen durchgeführte Transport lebender Pflanzenmaterie im Mittelmeerraum vor der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr., außerdem die Ausstattung von Schiffen mit Bepflanzung. Neben archäologischen und schriftlichen Zeugnissen werden auch botanische Reste aus Wracks und Landgrabungen sowie Forschungen zu rezenten Pflanzenpopulationen ausgewertet.
Martin
Ein Schiffsmodell vom Kerameikos und der Panathenaienzug
von Hanz Günter Martin

Zusammenfassung

Das kleine marmorne Schiffsmodell, das im Kerameikos von Athen gefunden wurde, gibt wohl ein Kriegsschiff archaischer Zeit wieder. Es weist an Besonderheiten den beidseitig aufgeschriebenen Schiffsnamen MINOKIA auf, einen im Vorderschiff verankerten, schräg nach hinten führenden Mast und Spuren der Befestigung auf einem Trailer. Die beiden letzten Beobachtungen geben Anlaß zur Untersuchung, ob es sich bei dem Modell um eine Darstellung des Panathenaienschiffes handeln könnte. Die Quellen dazu werden zusammengestellt und ein neuer Vorschlag zum praktischen Ablauf des Panathenaienzuges wird gemacht.
Duivenvoorde
Das Nationale Schiffshistorische Zentrum der Niederlande
Die Batavia-Werft und das Niederländische Institut für Schiffs- und Unterwasserarchäologie (NISA) sind seit dem 9. Oktober 1999 gemeinsam für die Öffentlichkeit zugänglich.
von Wendy van Duivenvoorde
Weski
Internationale Ostsee-Tagung
Bericht über die Second International Marine Archaeological Conference of the Baltic Sea, St. Petersburg/Rußland vom 8. bis 11. Juni 1999
von Timm Weski
Brett
Das Bücherbrett
© DEGUWA 2006