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Petition zur UNESCO-Konvention

Aufruf zur Unterstützung


Die UNESCO hat im Jahre 2001 die Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser beschlossen. Sie ist seit Jahresbeginn in Kraft getreten. 20 Staaten haben die Konvention bisher ratifiziert. Deutschland ist leider nicht darunter.
 
Die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie (DEGUWA) hat durch direkte Ansprache von Politikern und mit der Hilfe einflußreicher Befürworter versucht, das Thema auf die politische Tagesordnung zu bringen. Der Druck war aber bisher nicht groß genug. Daher hat die DEGUWA eine Unterschriftensammlung zu einer Petition initiiert, die dem Bundestag vorgelegt werden soll, mit dem Ziel, dass Deutschland als Kulturnation endlich seine Rolle zum Schutz des kulturellen Erbes in den Weltmeeren wahrnimmt.
 
Die Mitglieder der DEGUWA haben mehr als fünftausend Unterschriften vor allem in fachwissenschaftlichen (siehe auch Hamburger Erklärung) und in Tauchsport-kreisen gesammelt. Die  zweite Phase wandte sich an eine breitere Öffentlichkeit. Institutionen legten als “Botschafter/in” öffentlich Unterschriftenlisten aus und gewannen “Paten” hinzu, die in ihrem Umfeld Unterschriften sammelten. Botschafter für die Petition waren u.a. das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven, das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel, die Römisch-Germanische Kommission in Frankfurt.


Die Gefährdung des Kulturerbes unter Wasser nimmt zu und rasches Handeln ist geboten!



Aktuelles

März 2014
Komiteegründung
Während der Tagung "In Poseidons Reich XIX" zum Weltkulturerbe Pfahlbauten haben sich Vertreter verschiedener Institutionen zu einem Komitee zusammengefunden, um die um die Ratifizierung der UNESCO Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser außerparlamentarisch voran
zu bringen. Das Kernteam besteht aus Ralf Bleile (Archäologisches Museum Schloß Gottorf), Ronald Bockius (Museum für Antike Schiffahrt in Mainz), Hanz Günter Martin (DEGUWA e.V.), Gunter Schöbel (Pfahlbaumuseum Unteruhldingen) und Peter Winterstein (DEGUWA e.V.) zusammen. 
Protokoll der Gründung



Februar 2014
Die 20. Jahrestagung der DEGUWA widmet sich der UNESCO Konvention
Die Koalitionspartner des 18. Deutschen Bundestages haben in ihrem Vertrag vereinbart, die Intitiative zu ergreifen und der UNESCO Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser beizutreten. Die DEGUWA wird die Gesetzgebung weiterhin durch öffentliche Maßnahmen begleiten und widmet ihre internationale Jahrestagung im Jahr 2015 der Geschichte der Bewahrung des Kulturerbes unter Wasser. vorläufiges Programm

Hierzu soll anlässlich der Tagung zum Weltkulturerbe Pfahlbauten vom 21.3.-23.3.2014 ein gemeinsames Komitee ins Leben gerufen werden, das die Kräfte bündelt. Es sind alle Instituitionen, Organisationen und Einzelpersonen aus ganz Deutschland, die sich unserers Kulturerbes unter Wasser, seiner wissenschaftlichen Auswertung und seiner öffentlichen Präsentation verpflichtet fühlen, aufgerufen um Mitwirkung bei der Vorbereitung der Tagung.

Aufruf zur Komiteegründung und Rückantwort



Juni 2013
Expertengespräch im Deutschen Bundestag
Am 3. Juni 2013 fand auf Initiative von MdB Wolfgang Börnsen ein Fachgespräch im Bundestag statt, bei dem als Experten Prof. Dr. Dr. Parzinger von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Frau Dr. Guerin vom UNESCO-Sekretariat in Paris und Dr. Martin von der DEGUWA teilnahmen. Auf der anderen Seite saßen Politiker der Regierungskoalition und Fachvertreter des Auswärtigen Amtes und des Verkehrsministeriums. Ziel war, die Petition der DEGUWA, der vom Bundestag ja schon einstimmig zugestimmt worden war, in politisches Handeln umzusetzen. Das wurde kräftig befördert und es herrschte die einhellige Absicht, im 18. Bundestag die entsprechenden Gesetze zum Beitritt Deutschlands zur Konvention zu erlassen. Die besondere Nachricht während des Fachgesprächs war, dass das Auswärtige Amt seinen Widerstand nunmehr aufgegeben hat und bereits einen Fahrplan zum Beitritt Deutschlands erstellt und auf die Arbeitsebene verwiesen hat. Das Verkehrsministerium will dem folgen.

Über Hintergründe und die aktuelle Situation berichtet Mathias Orgeldinger in der Nürnberger Zeitung.
 


Mai 2012
Reaktion auf Memorandum

 
Der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU–Fraktion Herr Wolfgang Börnsen teilt am 7. Mai 2012 mit, dass sich die Arbeitsgruppe Kultur und Medien der CDU/CSU - Fraktion weiterhin für die Ratifizierung der UNESCO Konvention einsetzen werde und unter anderem ein Gutachten beim Wissenschaftlichen Dienst des  Deutschen Bundestages in Auftrag gegeben habe. Alle anderen Fraktionen des Bundestages haben nicht auf das Memorandum reagiert. 

Brief von Wolfgang Börnsen, MdB
 
 

 April 2012
 
Memorandum der 
Teilnehmer der internationalen Tagung zur Unterwasserarchäologie
IN POSEIDONS REICH XVII
OZEANEUM Stralsund vom 31.3.-01.4.2012
 
an die Fraktionen des Deutschen Bundestages
 
 
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat sich unter der Nr. Pet 3-16-05-01 059269 bedingt durch eine Eingabe der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie e.V. (DEGUWA) und zahlreicher Mitpetenten mit dem Sachverhalt „Beitritt der Bundesrepublik zur UNESCO-Konvention zum Unterwasserkulturerbe“ befasst und in seiner Beschlussempfehlung unter Einbeziehung einer Stellungnahme aus dem Auswärtigen Amt festgestellt, dass er es angesichts der Bedeutung des weltweiten Unterwasserkulturerbes für unabdingbar hält, dass der Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur UNESCO-Konvention zeitnah erfolgen sollte.
Diese Empfehlung hat der Petitionsausschuss am 17. Juni 2010 beschlossen und den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis gegeben.
 
Mit diesem Memorandum bitten die Teilnehmer der Tagung die Fraktionen des Deutschen Bundestages um baldige Ratifizierung der UNESCO Konvention zum Schutz des kulturellen Erbes unter Wasser.

 

Juni 2010
Petition vom Deutschen Bundestag angenommen!
Am 30.06.2010 teilte uns der DEUTSCHE BUNDESTAG (die Vorsitzende des Petitionsausschusses Frau Kersten Steinke) mit:

"der Deutsche Bundestag hat Ihre Petition beraten und am 17.06.2010 beschlossen:


Die Petition
a)    der Bundesregierung – dem Auswärtigen Amt – als Material zu überweisen,
b)    den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben.

Er folgt damit der Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses (BT-Drucksache 17/1992), dessen Begründung beigefügt ist.

Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages ist das Petitionsverfahren beendet.“

Da nach unseren Informationen, der Beschluss von den Mitgliedern des Petitionsausschusses einstimmig ergangen ist, bleibt uns heute zu wünschen, dass die im Auswärtigen Amt noch laufende Prüfung hinsichtlich bestimmter Bedenken schnell abgeschlossen wird und die Bundesregierung mit Ihrer Entscheidung nicht wartet, bis andere „wichtige Staaten wie die USA, Japan, Indien, Russland oder Brasilien… Bereitschaft erkennen“ lassen, „der Konvention“ irgendwann „beizutreten.“


Den Link zum 3-seitigen Text des Beschlusses finden Sie hier

Pressemitteilung des VDST

Dezember 2009
Reaktion des Petitionsausschusses 
Zum Thema Beitritt Deutschlands zur Unesco-Konvention, für den sich die DEGUWA ja besonders stark macht, erreichte uns ein Brief vom 1.12.2009 (PET 3-16-05-01-059269), in welchem uns Herr Norbert Aßmus vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mitteilt: "Ihre Eingabe habe ich den Abgeordneten, die dem Petitionsausschuss zu Ihrem Anliegen Bericht erstatten werden, zugeleitet. Nach abschließender Behandlung Ihrer Petition durch den Deutschen Bundestag werden Sie unaufgefordert über das Ergebnis unterrichtet werden. Ich bitte Sie, sich bis dahin zu gedulden".

Nach unserer Einschätzung haben wir damit die 1. Hürde im Petitionsverfahren genommen und wir hoffen, daß sich nunmehr auch die zuständigen, staatlichen Stellen per se mit der Konvention beschäftigen.

August 2009
Petition überreicht
Mehr als 100 „Paten“ haben an der Aufklärungskampagne zur UNESCO Konvention Protection of the Underwater Cultural Heritage (2001) teilgenommen und dabei weit über 5000 Unterschriften gesammelt.

Am 25. August 2009 wurde unsere Petition an den Deutschen Bundestag zur Unterzeichnung der UNESCO Konvention 2001 an den Petitionsausschuss in Berlin übergeben. Der Ausschuss wird die Eingabe nun prüfen und bittet um Verständnis, „ dass angesichts der Fülle der insgesamt hier eingehenden Petitionen und der im Einzelfall erforderlichen sorgfältigen Prüfung….die Behandlung Ihrer Eingabe längere Zeit in Anspruch nehmen kann“(Brief vom 02.09.2009).

August 2009
100 Helfer sammeln Unterschriften 

Der pensionierte Lehrer Peter Schmidt hat als "Pate" vom Februar bis August 2009 bei vielen Kulturveranstaltungen Aufklärungsarbeit über die Gefährdung des Unterwasserkulturguts geleistet und dabei mehr als 200 Unterschriften für unsere Petition gesammelt. Als kleine Anerkennung erhielt er vom DEGUWA-Vorstand eine Erinnerungsurkunde.
 
 
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